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Katharina Müller | Aeugst a. A.

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Konzept für das Projekt:  „Mobiles Malatelier“

 

Begleitetes Malen als palliatives Betreuungsangebot für Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind.

Zielsetzungen

Zeitplan

Organisation                           

Infrastruktur                

    Ausstattung

    Material

    Voraussetzungen in der Institution

Durchführung            

    Vorbereiten des Raumes

    Gruppengrösse

    Abholdienst

    Ablauf der Malstunde

    Nachbereiten

Visitation

Zukunftsvision

  

Zielsetzungen 

iVerbesserung der Lebensqualität demenzkranker Menschen in einer Institution
    und zu Hause.

iUnterstützung der verbalen und nonverbalen Kommunikation

iSchaffung eines geschützten Gruppenraumes unter „Seinesgleichen“.

iVermittlung von Geborgenheit und Sicherheit für Menschen mit Orientierungs- und 
    Realitätsverlust

iEntlastung von Angehörigen und Betreuungspersonal

iFörderung verschiedener Betreuungsstrategien

iUnterstützung eines würdevollen Sterbens

iErhaltung der Räumlichkeiten in den Institutionen (keine bauliche Veränderungen 

    für ein Malatelier)

 

Zeitplan 

ibis April 2004 Bau und Einrichtung der Infrastruktur

    Kontaktaufnahme mit den Institutionen und Privatpersonen in Stadt und Kanton

    Zürich

    Verbreitung durch Alzheimervereinigung

    Zeitplan mit Institutionen erstellen

iAb Mai 2004 - Oktober 2005 regelmässiger Besuch der Institutionen oder

    Einzelbegleitung zu Hause

iNovember 2005 Evaluation und Reflexion des Projektes zusammen mit den

    jeweiligen Institutionen oder Privatpersonen und Angehörigen

    Budgetierung für 2006

  

Organisation

 

Infrastruktur

Ausstattung i1 Transportbus mit Brücke
 

i3 zusammenklappbare Malwände

    aus Pappelsperrholz (= 6mal 1,20 x1,20 m)

 

i6 Staffeleien

  i1 fahrbarer Pallettentisch
  i1 Archivbehälter für Malmappen und Papier
Material i15 giftfreie Aquarellfarben (Lascaux)
  iAquarellppinsel Nr. 2 + 6 (je 12 Stück)
  iMalpapier (50 x 70 und 70 x 100)
  iKleinmaterial
  iBodenabdeckrolle

Voraussetzungen in der  Institution

i1 ungestörter, geheizter und geschlossener Raum
     mit Transportlift zugänglich

iWasseranschluss (Lavabo)
iStromanschluss (von Vorteil sind helle Lichtquellen
   
im Raum)
iToiletten in der Nähe
Durchführung i1 mal wöchentlich oder nach Vereinbarung
Vorbereiten des Raumes idurch Malleiterin
ider Raum muss mind. 1 ½ Stunden vor der
    Malsequenz frei sein
iWände aufstellen, Boden abdecken, Farben        
    bereitstellen und aufrühren
iMalblätter aufhängen
iDie Getränke anrichten
Gruppengrösse iDie Malwände bieten Platz für 3-6 Personen
iDie Gruppe wird nach Absprache mit der
    Betreuungsleitung und den Abteilungen eingeteilt

                      

Es ist wünschenswert, dass die Bewohner regelmässig am Malen teilnehmen können, um eine Gruppenzusammengehörigkeit, Atmosphäre und Kontinuität im Malprozess zu schaffen.

 

Regelmässiges Malen hat eine ähnliche Wirkung , wie regelmässiges Einnehmen
von Medizin.
Der Körper gewöhnt sich an einen wohltuenden Rhytmus und stellt sich darauf
ein. Von Vorteil ist es deswegen, wenn mind.  2 - 3 Personen  eine Kontinuität schaffen

und  so, den je nach Krankheit wechselnden TeilnehmerInnen  Sicherheit vermitteln.

 

Je nach Situation sind Einzelbegleitungen möglich, jedoch nicht die Regel, da verwirrte Menschen sich alleine oft verloren fühlen.

 

Abholdienst

 

Nach Erarbeiten des Terminplanes findet das Malen immer zum gleichen Zeitpunkt statt. Die Malgäste werden von den Betreuerinnen zum Malen gebracht und nach einer Stunde wieder abgeholt.

 

Ablauf der Malstunde                   iWichtig für ein gutes Gelingen ist die optimale Vorbereitung

iEine Stunde begleitend malen bedeutet

    2½ Stunden total mit Vor- und Nachbereitung

    (verrechnet wird 1 Stunde Malsequenz)

 

Die Bewohner/Innen werden von der Malleiterin einzeln begrüsst und als Malgast willkommen geheissen.

 

In einer einfachen Kommunikation wird so eine Basis des Vertrauens geschaffen und die Betreuerin in Ruhe verabschiedet.

 

Je nach Wunsch beginnt die Malstunde mit einer ca. zehnminütiger Einstimmung (Bewegungsübung, Geschichte vorlesen, ein Lied singen, Hände einreiben etc.)

 

Die Malgäste werden einzeln zum Malen eingeladen, zum Malplatz begleitet und mit der Farben- und Pinselauslese unterstützt.

 

Zusammen mit der Malleiterin werden die ersten Pinselstriche gefunden, indem die Malleiterin zur Aktionsbereitschaft motiviert und mit ihrer wertschätzenden Haltung den Mut und das Selbstvertrauen fördert. 

Das Sehen der verschiedenen Farben und Berühren der weichen Pinsel regt die Sinne an und weckt die Lust am Malen und ausprobieren.

Die Malbegleiterin zirkuliert zwischen den Malenden und hilft mit einfachen Fragen den Kontakt zur persönlichen Malspur aufrechtzuerhalten.

Die entstandenen Bilder oder Malspuren werden nicht analysiert oder gewertet und haben keinen Anspruch auf künstlerische Begabung oder Ästhetik.

 

Abschiedsritual

Das gemeinsame Teetrinken am Schluss der Malstunde ermöglicht Gefühle zu äussern, das Erlebte zu verdauen und Anschluss an den Alltag zu finden.

Die Malleiterin versichert den Gästen ein geschütztes Aufbewahren ihrer Bilder.

Dies bewahrt sie vor Fremdeinflüssen, gewährt den persönlichen Ausdruck und vermittelt Sicherheit.

 

Nachbereiten                                  idurch Malleiterin

                                                           ialle Bilder mit Datum versehen, in Bildermappen

                                                               ablegen und verschlossen aufbewahren

                                                           iReinigen der Pinsel, Farbbehälter und Teegläser

                                                           iAbbau der Wände und in Bus verladen

                                                           iEntfernen und reinigen des Bodenschutzes

 

Visitation

Um den Malprozess nicht zu stören, ist es wünschenswert, wenn interessierte,
visitierende Personen an der Malaktivität teilnehmen.

 

Zukunftsvision                               

i"Begleitetes Malen" ist im Betreuungsangebot der Institution integriert und
     das Personal ist darin weitergebildet.

iDie Krankenkasse unterstützt den finanziellen Aufwand  

 

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